[Rezension] Briefe an Gott (Patrick Doughtie | John Perry)

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Infos zum Buch:
Originaltitel: Letters To God
Autoren: Patrick Doughtie | John Perry
Seiten: 256
Verlag: Gerth Medien (Mai 2013)
ISBN: 9783865917997
Preis: 9,99€ (TB)
Genre: Christlich, Wahre Begebenheit, Roman
Einzelband!

Klappentext:Link!

Eigene Zusammenfassung des Anfangs:
Eines Morgens wacht Patrick Doherty in seinem Bett auf und beginnt seinen Tag wie immer mit dem Lesen der Bibel und Beten. Weil ihm das herkömmliche Beten aber nicht so leicht fällt, schreibt er Gott lieber Briefe. An diesem Morgen ist auch der damals drei Jahre alte Tyler früh wach und er unterhält sich mit seinem Vater über die Briefe. Tylers Mutter und Patricks Ehefrau, Maddy, quält sich derweil aus dem Bett, um Frühstück zu machen. An diesem Tag hat Ben, der ältere Sohn, ein großes Spiel und Patrick will versuchen, dort zu sein. Er schafft es auch, doch muss er bald schon wieder los. Seine zwei Jobs machen ihm allerdings zu schaffen und er würde viel lieber mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Müde setzt er sich also ins Auto und dann geschieht das Unglück. Patrick stirbt in einem Autounfall und es kommt heraus, dass es Totschlag war. Maddy Doherty ist am Boden zerstört und kann dieses Unglück nicht fassen. Erschlagen von diesem Schicksalsschlag versucht die junge Mutter die Familie und ihr ganzes Dasein aufrecht zu halten und gleichzeitig nicht den Glauben an Gott zu verlieren, ohne zu wissen, dass bald das nächste Unheil in Tylers kleinem Körper heranwächst...

Meine Meinung:
Auf dem Cover ist ein Brief mit dem Aufdruck eines blauen Himmels - dem sinnbildlichen "Wohnort" Gottes. Das Bild ist simpel und hat doch eine tiefere Darstellung, was Glauben eigentlich bedeutet. Der Glaube an Gott, den wir nicht sehen können, aber man ist sich trotzdem sicher, dass es ihn gibt. Die kindliche Schrift mit der der Titel "Briefe an Gott" aufgedruckt wurde, finde ich auch sehr passend, denn sie könnte sehr gut Tyler gehören. Insgesamt ist die Aufmachung einfach schön!

Es ist bewundernswert, wie Maddy trotz aller Hindernisse stark bleibt, auch wenn es unzählige Momente gibt, in denen sie aufgeben will, was jeder Mensch bei ihrer Situation absolut verstehen könnte. Patricks Tod und Tylers Krankheit sind ein schwarzes Loch, das Maddy aufsaugen will, aber durch ihre Mutter Olivia kann Maddy immer wieder Mut fassen, auch wenn es manchmal etwas dauert. Schließlich wären Ben und Tyler verloren, wenn Maddy sich ihrer Trauer hingeben würde und sie im Stich lassen würde. Olivia war mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte, denn egal was passiert ist, sie hat Maddy immer daran erinnert, dass Gottes Wege unergründlich sind und sie trotzdem nicht den Glauben an ihn verlieren soll.
Zitat: "'Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen.' Psalm 56, Vers 4"
(- zitiert Olivia aus der Bibel an Maddy gerichtet, Seite 108)
Der neue Postbote Brady McDaniels hat ein ziemlich verkorkstes Leben. Dem Alkohol verfallen schwankt er ziellos durch das Leben, getrennt von seiner Frau und ohne Erlaubnis seinen kleinen Sohn zu sehen. Nun soll er plötzlich nicht mehr Briefe sortieren, sondern ein richtiger Postbote in einer Fußroute werden? Irgendwann befindet sich täglich einen Brief im Briefkasten der Dohertys, der an Gott adressiert war. Brady hat mittlerweile von Tylers Zustand gehört und bringt es nicht über sein Herz, die Briefe des kleinen Tylers wegzuwerfen...

Der Schreibstil ist außerordentlich schön, flüssig und einfach, sodass man gar nicht merkt, wie die Zeit beim Lesen vergeht. Dadurch, dass ich zwischendurch öfter in Tränen ausgebrochen bin, hat sich die Lesezeit dann doch etwas verlängert. Die Geschichte wird aus der Er/Sie-Perspektive in Vergangenheit erzählt, sodass der Leser viele unterschiedliche Charaktere gleich gut kennenlernen kann. Die zwei Erzählstränge, einmal die Familie Doherty und einmal Bradys Leben, kommen an einem gewissen Punkt zusammen und inmitten der Dunkelheit erscheint gegen Ende des Buches der erste Lichtblick. Ich musste schon auf den ersten Seiten dieses Buches schlucken, denn es ist alles einfach so ungerecht, mit was diese Familie zu kämpfen hat. Umso größer ist das Zeugnis ihres Glaubens, dass sie sich trotzdem nicht von Gott abwenden. Aus diesem Buch gibt es gefühlte hundert Passagen, die einem Zitat würdig sind, ich entscheide mich schweren Herzens für dieses:
Zitat. " 'Herr, sei bei Tyler in all den Strapazen, die vor ihm liegen. Ich verstehe deinen Willen nicht. Ich bin nur ein Mensch. Aber bitte sei ihm und uns allen gnädig. Nimm ihm die Schmerzen. Lindere sein Leid. Und hilf uns, dich zu lieben, was auch immer geschieht. Gib uns die Kraft, deinem Willen zu folgen.' "
(Maddys Gebet an Patricks Grab, Seite 120)
Ich denke, dass dieses Buch und die Verfilmung davon vielen Menschen zeigen konnte, was Glauben eigentlich bedeutet.

Fazit:
5 von 5 Punkten mit Herz! :)
Ein schönes Zeugnis von Christen und eine berührende und tragische Geschichte.

*Film-Trailer*

Kommentare:

  1. Ich kenne selbst nur die Verfilmung des Buches, aber ich muss sagen, dass mich der Film seeeehr berührt hat und die Tatsache, dass alles auch noch auf einer wahren Begebenheit beruht... O.o Beeindruckend.

    Liebste Grüße,
    Tina ~

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    1. Ja, das ist wirklich einfach nur krass... :/

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  2. Von dem Buch hab ich schonmal gehört, und wollte es da schon unbedingt lesen, nach deiner Rezension wird es wohl echt mal Zeit mit dem Buch :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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Danke für dein Kommentar! :) ♥