[Rezension] White Horse - Alex Adams

Infos zum Buch:
Autor/in: Alex Adams
Preis: 16,99€ (TB)
Seiten: 448
Originaltitel: White Horse
Verlag: Piper
Reihe: "White Horse"-Trilogie
  1. White Horse
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  3. ?

Klappentext:
Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Es enthält ein furchtbares Geheimnis. Denn als Zoe den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, »White Horse«. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der verschwunden ist. Und sie stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Auf sich allein gestellt, zählen für Zoe bald nur noch zwei Dinge – wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von »White Horse« zu lüften? Und wie kann sie ihr ungeborenes Kind in einer Welt beschützen, die dem Tod geweiht ist?

Meine Meinung:
Auf dem ersten Blick mag dieses Cover ganz unscheinbar oder gar langweilig aussehen, aber wenn man ein bisschen länger draufschaut kriecht einem die kalte Angst bereits langsam und kalt den Rücken hoch. Die Farben sind dunkel, grau und bläulich und vermitteln den Eindruck von kaltem Nebel und Regen. Der Boden ist matschig und es gibt viele Pfützen, die den weißen Himmel spiegeln. Und genau in der Mitte dieser trostlosen Gegend steht eine Frau, die hinter einem Vorhang von hellbraunen Haaren zum Betrachter hinschaut. Wer würde bei so einem Wetter draußen alleine herumstehen? Ich finde das Cover super, denn es gibt sehr gut die Stimmung des Buches wieder.

DAMALS: Zoe findet eines Tages einfach so ein antik aussehendes Gefäß in ihrer Wohnung. Sie ist zu dem Zeitpunkt 29 Jahre alt, ihr Ehemann ist verstorben und sie arbeitet als eine einfache Putzfrau bei einer Firma namens "Pope Pharmaceuticals". Zoe kann sich dieses fremde Objekt in ihrer Wohnung nicht erklären, denn es gibt keinerlei Einbruchsspuren. Ihre Wohnung ist außerdem vollkommen einbruchsicher, wie kann es also dorthin gelangen? Aus verschiedenen Gründen will sie das wahrscheinlich sehr kostbare Gefäß nicht öffnen und hineinsehen, also befragt sie ihre engsten Freunde und Experten. Ihr momentaner Therapeut heißt Nick Rose und Zoe merkt gleich, dass er anders ist, als ihre bisherigen Therapeuten. Werden sich die beiden näherkommen? Plötzlich werden viele von Zoes Freunden urplötzlich krank, sie fangen an massig zu brechen und tun es als eine Magen-Darm-Grippe ab. Und dann sterben sie.

JETZT: 18 Monate sind seit dem Ausbruch der Krankheit vergangen, in einem Monat wird Zoe 31 Jahr alt. 90% aller Menschen auf der Welt sind tot. "White Horse" nennt sich die Seuche und keiner kann sie stoppen. 5% sind aus unbekannten Gründen dagegen immun und die anderen 5% "verändern" sich. Zoe ist immun und noch dazu schwanger. Sie ist gerade in Italien und bahnt sich durch ein ewiges und bluttriefendes Kriegsfeld, wie es die Menschheit noch nie erlebt hat. Zoe hat niemanden mehr, alle sind tot. Ihr Ziel ist ein bestimmtes Schiff, wo der Vater ihres Kindes, das in ihr heranwächst, auf sie wartet: Nick Rose.

Der Schreibstil von Alex Adams ist am Anfang sehr flüssig zu lesen, humorvoll und locker und dies täuscht den Leser zunächst vollkommen, denn man denkt sich "Oh, so schlimm kann es also nicht sein." Aber schon nach ein paar Seiten geht es erst richtig los und man befindet sich in einem nicht enden wollenden Massaker. Die gesamte Geschichte wird aus Zoes Sicht in Ich-Form und in Gegenwart erzählt und als Leser erfährt man auf direktem Wege die ungeschminkte und erschütternde Wahrheit. Es gibt mehrere Passagen, in denen mir kalte Schauer über meinen Rücken gewandert sind und ich den Atem angehalten habe - vor Angst. Aber es gibt auch Stellen, die so übertrieben sind, sodass man gar nicht weiß, ob man das so glauben kann. Ein weiterer Punkt, der mir nicht gefallen hat, ist der durchgehend schnelle Wechsel zwischen "Zeit: Damals" und "Zeit: Jetzt". Es gibt also zwei verschiedene Erzählstränge von der gleichen Person nur an verschiedenen Zeitpunkten, aber durch die kurzen Kapitel gerät sehr oft alles durcheinander und als Leser ist man dann irgendwann komplett verwirrt. Das trübt leider den Lesegenuss enorm und es wäre vielleicht besser gewesen, wenn die Kapitel länger gewesen wären.

Insgesamt hat mir "White Horse" gut gefallen! Die im Buch beschriebene Apokalypse ist schockierend und sehr beängstigend, irgendwie unvorstellbar und doch realistisch. Die düstere und gruselige Stimmung ist immer präsent und man ist mittendrin und gefesselt von der Geschichte. Manchmal ziehen sich Szenen allerdings auch in die Länge oder es wird einfach an einem bestimmten Punkt zu krass, sodass man aus der Geschichte "flüchten" möchte und das Buch auch zwischendurch mal weglegen kann. Außerdem habe ich nicht alle Handlungen und Entscheidungen von Zoe nachvollziehen oder verstehen können. Die Spannung und Neugier versichert aber, dass man trotzdem weiterlesen will/muss. Dieser Auftakt einer Trilogie ist zwar nicht makellos, aber dennoch lesenswert! Ich muss aber auch nochmal erwähnen, dass diese Geschichte absolut nicht für Jüngere geeignet ist, da es dafür zu viele brutale und blutige Szenen gibt.

Fazit:
3,5 von 5 Punkten! :)
Krass, blutig, erschütternd und nichts für Jüngere!

Kommentare:

  1. Hey! :)

    Ich finde deinen Blog echt toll, aber gehöre bis jetzt eigentlich immer zu den stillen Lesern ;D
    'White Horse' steht schon etwas länger auf meiner Wunschliste, aber das es so brutal und blutig ist, wie du sagst, war mir bis jetzt nicht klar.. :D
    Vielleicht überleg' ich es mir noch mal..? :/
    Naja, auf jedenfall eine tolle Rezi :)

    Liebe Grüße, Ella ♥
    www.buecherkarussell.blogspot.de [bin neu in der Bücher-Blog-Branche ;)]

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  2. Das Buch klingt echt gut, wenn man mal so richtig makaber drauf ist... aber wieder eine Trilogie und Dystopie... naja... aber echt tolle Rezi!!! Ich bin echt am hadern mit meinen Geldbeutel.
    Liebe Grüße
    Christine

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  3. Habe jetzt schon öfter etwas "gespaltenere" Rezis zu dem Buch gelesen und bin zu dem Schluss gekommen es mir wohl nicht zu kaufen :)
    Wie immer, fabelhafte Rezi!!

    lg <3

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  4. Dazu sei gesagt, dass es KEIN Jugendbuch ist :-)
    Aber ansonsten ging es mir wie dir... Vor allem das Lesegefühl am Anfang. Es dröppelt kurz vor sich hin und dann 'bumm' die Vergewaltigung und mehr.... Puh!
    Verwirrend fand ich auch die parallele 'Wetterfront'... Aber Bou hat es auf Facebook fantastisch erklärt, die ganze Adaption von pandorra, die mir so gar nicht mehr im Kopf war.
    Glg
    Steffi

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  5. Schöne Rezension. Auch wenn das Buch ziemlich spannend klingt, denke ich aber nicht, dass ich es in nächster Zeit lesen werde, da es mich nicht wirklich reizt.

    Liebe Grüße, Diti

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Danke für dein Kommentar! :) ♥