[Rezension] Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe - Kami Garcia, Margaret Stohl

Infos zum Buch:
Autor/in: Kami Garcia, Margaret Stohl
Preis: 9,99€ (TB)
Seiten: 560
Originaltitel: Beautiful Creatures
Verlag: Heyne
Reihe: "Sixteen Moons"-Tetralogie
  1. Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
  2. Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe
  3. Eighteen Moons - Eine grenzenlose Liebe
  4. (eng.) Beautiful Redemption
Website: www.sixteenmoons.de

Klappentext:
Liebe noch vor dem ersten Blick
Als Ethan zum ersten Mal seine neue Mitschülerin Lena sieht, ist er sofort wie vom Blitz getroffen: Seit Monaten begegnet ihm das schöne schwarzhaarige Mädchen mit den unglaublichen grünen Augen in seinen Träumen, und nun steht sie leibhaftig vor ihm. Ethan verliebt sich unsterblich in sie, nicht ahnend, dass Lena ein dunkles Geheimnis verbirgt. Sie entstammt einer uralten Hexenfamilie, und an ihrem sechzehnten Geburtstag wird sich ihr Schicksal – und damit auch Ethans – für immer entscheiden ...



Meine Meinung:
Das Cover ist ein echter Eyecatcher und sehr schön verarbeitet. Es fällt durch den riesigen Mond auf dem dunklen Hintergrund und durch das stechend grüne Auge des Gesichtes sofort ins Auge und ist dadurch sehr gut einprägbar. Bei dem Mädchen wird es sich sehr wahrscheinlich um Lena Duchannes handeln. Der Mond und die auffallend schwarze Sillouette eines Rabens direkt davor, symbolisert den magischen Teil dieses Buches. Was ich aber auch wirklich sehr schön finde, ist die Schriftart und die giftgrüne Farbe des Titels. "Sixteen Moons" hört sich nach etwas sehr Neuem und Originellem an und weckt auf jeden Fall das Interesse. Dagegen hört sich der Untertitel "Eine unsterbliche Liebe" etwas lahm an.

Ethan Wate will so schnell wie es geht aus der trostlosen Kleinstadt Gatlin verschwinden. Nur noch ein paar Monate, dass kann er endlich irgendwo ganz weit weg auf einem College studieren gehen. Gatlin hat ihm nichts mehr zu bieten und er will auf keinen Fall so enden wie sein Vater, der sein ganzes Leben hier verbracht hat und nichts von der Welt gesehen hat. Ethans Eltern sind Professoren und Wissenschaftler. Amma ist seine Haushälterin, obwohl er sie mehr als seine Großmutter ansieht, da sie ihn von klein auf hat aufwachsen sehen, genau wie seinen Vater und seinen Großvater. Bis vor einiger Zeit waren sie alle eine glückliche und ganz normal Familie. Doch dann hatte Ethans Mutter den Unfall und mit ihrem Tod starb auch Ethans Vater einen innerlichen Tod. Sein Vater verlässt nicht mehr das Haus, er schläft tagsüber und schreibt nachts an seinem aktuellen Roman, von dem er aber niemandem etwas erzählen will. Ethan hat seinen Vater endgültig verloren und mit jedem Tag wird der Abgrund zwischen ihnen größer.

Seitdem verspürt Ethan immer mehr dieses Fernweh. Er will raus aus diesem Ort, wo jeder jeden kennt und jeder über alles sofort Bescheid weiß. Er kann diese Einöde und die immer gleichen Menschen nicht mehr sehen. Seit einiger Zeit hat Ethan diesen Traum über ein Mädchen, wobei er aber nie ihr Gesicht sieht. Natürlich glaubt Ethan nicht an "Liebe, noch vor dem ersten Blick", aber irgendwie hat er trotzdem Schmetterlinge im Bauch... Und dieses seltsame Lied "Sixteen Moons" verfolgt ihn auf höchst seltsame Art und Weise. Als dann wieder die Schule anfängt, entdeckt er die Neue in seiner Stufe: Lena Duchannes. Lange schwarze Locken, schlank, blasse Haut, schrecklicher Kleidungsstil und die grünsten Augen, die Ethan jemals gesehen hat.
Sie ist es. Das Mädchen in seinem Traum.

Es ist sehr schwierig eine Einleitung für so ein dickes Buch zu schreiben ohne übermäßig zu spoilern, deshalb höre ich an diesem Punkt mal auf. Bis jetzt hört es sich sicherlich wie eine der 08/15-Geschichten an, die in den letzten Jahren aus allen Ecken gesprudelt kamen. Ich kann euch allerdings beruhigen, es wird was den magischen Anteil dieses Buches angeht dann doch interessant und lesenswert. Der Schreibstil ist gut zu lesen und locker. Und der hin und wieder auftauchende Humor ist super und man fühlt sich so als würde man ein sehr ausführliches Tagebuch lesen. Leider zieht sich das Buch an mehreren Stellen unheimlich lang, die Seiten sind groß, die einzelnen Kapitel lang und die Schrift sehr klein, was das Lesen allgemein oft sehr anstrengend gemacht hat. Die gesamte Geschichte wird aus Ethans Sicht in Ich-Form und in Vergangenheit erzählt. Die Spannung hält sich, meiner Meinung nach in Grenzen und so richtig fesseln konnte mich nichts. Zum Teil waren mir auch die Beschreibungen der Umgebung ein bisschen zu detailiert und zu ausschweifend.

Das mag auch vielleicht daran liegen, dass ich mir die Gedankenwelt eines männlichen Wesens etwas anders vorstelle. Ich weiß nicht, ob es nur mir so ging, aber mir kam es so vor, als würde ich in den Kopf eines Mädchens schauen und nicht in den, eines Jungens. Natürlich gibt es Passagen, wo man sich sicher sein kann, dass es die Gedanken und Gefühle eines Kerls sind, aber die allermeiste Zeit, waren mir Ethans Gedanken ein bisschen zu feminin. Dadurch hat alles ein wenig an Authentizität verloren. Dagegen hat mit die zweite Protagonistin Lena von ihrem Charakter her sehr gut gefallen, auch wenn sie ein bisschen zu leidenschaftlich ist und schnell die Fassung verliert. Sie ist stark und mutig und überraschenderweise scheint auch Ethan unerkannte Kräfte zu haben...

Alles in allem, fand ich Sixteen Moons okay. Ich finde die Handlung zu trocken und zu langsam, auch wenn der Schreibstil an sich gut ist. Die Idee hinter der magischen Welt, die in diesem Buch beschrieben wird, ist sehr interessant und trotzdem leicht zu verstehen. Als Stichwort: es geht um Hexen und Zauberer, sogenannte "Caster". Es wird klar zwischen Gut und Böse geteilt, nur bei Ethan und Lena handelt es sich über eine vorrübergehende Grauzone. Alles wird sich entscheiden, wenn Lena sechzehn wird. Die Charaktere sind toll und haben mich überzeugt (abgesehen von Ethan) und die Liebesgeschichte ist genau richtig, nicht zu viel oder zu schnell, sondern sachte und zart, aber dennoch tief. Letztendlich hat mir wirklich die schläfrige Handlung und die Schrift des Buches den Lesespaß genommen. Das Ende ist gut gewesen, zwar nichts, was mich vom Hocker gehauen hat, aber dennoch interessant und offen, sodass man sich fragt, wie es wohl weitergeht.

Fazit:
3 von 5 Punkten!
Etwas schläfrige Handlung, aber guter Plot!

Kommentare:

  1. Oh, der Anfang der Rezi klingt noch so richtig toll und je weiter ist gelesen habe, desto mehr ging meine Freude irgendwie zurück es haben zu wollen... schade ^^. Vielleicht sollte ich noch ein paar mehr Rezis dazu lesen, denn momentan steh ich total auf Geschichten um Hexen :).

    AntwortenLöschen
  2. Eine tolle Rezi Lydia *o*
    Das Buch steht auch noch auf meiner WL. Mal sehen ob es mir gefallen kann, lesen werde ich es bestimmt. Wirst du denn den zweiten Teil lesen und die Geschichte weiterverfolgen?

    LG
    Lilly

    AntwortenLöschen
  3. Hallo!Ich fand das Buch sowas von nicht prickelnd.Ich mag es nicht.

    LG May

    AntwortenLöschen
  4. Danke für eure Kommentare! :) ♥
    Ich habe ganz optimistisch und mit wenigen Erwartungen angefangen... letztendlich konnte es mich nicht so richtig fesseln. :/

    AntwortenLöschen
  5. Hi, schade dass das Buch nicht so gut sein sollte, denn es ist schon in meinem kleinen aber feinen Bücherregal. Schade! Habe den Film zuerst gesehen und war davon richtig begeistert...darum habe ich das Buch gleich ohne zu zögern gekauft. Wirklich ein wenig schade...aber ich werde mir irgendwann noch selbst eine Meinung zu diesem Buch machen.
    Tolle Rezi wieder. Mag deinen Block echt gerne!

    Lg Lilifeen

    AntwortenLöschen

Danke für dein Kommentar! :) ♥