[Rezension] Llora por el amor - Weine aus Liebe - Jaliah J.

Infos zum Buch:
Autor/in: Jaliah J,
Preis: 13,90€
Seiten: 200
Verlag: Books on Demand
Reihe: "Llora por el amor"
  1. Weine aus Liebe
  2. Verschiedene Welten

Klappentext:
Eine Stadt, zwei Gangs und eine Liebe, die nicht sein darf.

Bella Punto ist die Schwester des Anführers der Trez Puntos und lebt ein Leben inmitten einer der gefürchtetsten Gangs Puerto Ricos. Sie lernt von klein auf, was es heißt sich durchsetzen zu müssen und wie die Regeln in diesem Leben lauten.Alles ändert sich, als sie eines Tages auf Paco trifft, den Anführer der Les Surenas, den größten Feinden ihrer Familia.
Es entwickelt sich eine gefährliche Liebe, die nicht sein darf.

Cover und Buchtitel:
Dieses Buch hat ein recht großes Format (22x15,4cm) und ist recht dünn. Das Cover ist schön, aber es sieht in echt anders aus, als auf diesem Bild hier. Alles ist ein Ticken dunkler, die dunklen Häuser am unteren Rand sind in echt ganz schwarz und das Wort "amor" erkennt man durch den roten Hintergrund nicht mehr, was ich sehr schade finde. Mir ist das Kreuz auf diesem Cover aufgefallen, hätte ich nicht gewusst, dass das Dunkle da unten Häuser sind, hätte ich gedacht, dass es sich um einen Friedhof handelt. Aber so, wird mir wiederrum nicht klar, was das Kreuz bedeuten soll oder in was für einer Verbindung es mit der Geschichte steht. Ich finde das Cover nicht überragend, vielleicht etwas unglücklich geplant, dass es nach dem eigentlichen Druck dunkler geworden ist, als es hätte sein sollen. Die Häuseraussicht kann man jedoch durchaus mit der Geschichte verbinden. Den Titel finde ich ebenfalls sehr schön und passend gewählt.

Schreibstil und Charaktere:
Vorab muss ich erwähnen, dass "Llora por el amor" das Erstlingswerk von Jaliah J. ist, die zuvor auch nicht geplant hatte, ihre Geschichten als Buch herauszubringen. Außerdem hatte sie auch keine professionelle Hilfe bei dem Buch. Deshalb werde ich darüber hinwegsehen, dass es viele formelle Fehler gibt, wie z.B. Punktierungs-, Grammatik- und Kommatasetzungsfehler. Und um Missverständnisse zu vermeiden: Das Buch ist auf Deutsch!

Ich war von der ersten Seite an fasziniert, denn Bellas Leben ist komplett anders, als das von normalen Mädchen ihren Alters. Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen, zwar nicht überragend, aber gut. Was mich allerdings gestört hat sind inhaltliche Wiederholungen, die es zwischendurch mal gibt. Durch die sehr kleine Schriftgröße und die großen Seiten, sodass sehr viel auf einer Seite steht, kommt man nur mühsam voran. Die Geschichte wird von Bella in Gegenwart und in Ich-Form erzählt. Ganz am Anfang gibt es aber noch Passagen, in denen Paco aus seiner Sicht erzählt. Sie sind kursiv abgedruckt, was das Lesen dann noch ein wenig erschwert, aber die trotzdem lesbar sind. Mir ist aufgefallen, dass in dieser Geschichte sehr viele Nebencharaktere vorkommen, die aber nicht viel Charaktertiefe besitzen. Der Familienzusammenhalt wird so jedoch sehr viel deutlicher.

Bella Punto, 20 Jahre alt, grüne Augen, hellbraune Haare, intelligente Studentin und die Schwester des Anführers der Gang Trez Punto. Sie ist stur, bietet auch den härteren Kerlen die Stirn, weiß sich zu behaupten und interessiert sich für Psychologie. Auf letzteres wird wenig eingegangen, was ich schade finde, da es doch immerhin ein Teil ihres Lebens ist und so alles ein bisschen authentischer gewesen wäre. Seit sie Paco zum ersten Mal sieht, dreht sich ihr Leben leider praktisch nur um ihn. Die Trez Puntos und die Les Surenas sind einer der größten Gangs und sind seit langer Zeit und über viele Generationen miteinander verfeindet. Hier muss ich wieder anmerken, dass keine Erklärungen kommen. Die Gangmitglieder nehmen es anscheinend einfach so hin, dass sie verfeindet sind. Es wird erwähnt dass die Gangs jeweils Familienmitglieder der anderen Gang auf dem Gewissen haben und deshalb die Feindschaft besteht, aber der Ursprung bleibt unbekannt, was ich sehr schade finde. Das "Gebiet" ist in Trez Punto Gebiet, neutrales Gebiet und Les Surenas Gebiet geteilt. Die erste Begegnung von Bella und Paco ist eine Grenzüberschreitung Bellas, als sie in einer Bibliothek im Les Surenas Gebiet ist. Bisher hat es niemand gemerkt, aber eines Tages wird sie erwischt - und das gleich von Paco, dem Anführer.

Paco Punto, 23 Jahre alt, dunkle Auge, dunkle Haare, knallhart, distanziert und der Anführer der Les Surenas. Er scheint undurchdringbar, kühl und gefährlich, doch als Bella in sein Leben tritt, verändert sich alles. Das Eis beginnt zu schmelzen und eine bisher unbekannte Seite von Paco offenbart sich langsam. Es reicht nur eine Begegnung und Paco weiß nicht, wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll. Bei den Les Surenas sind die Frauen anders, sie würden es nie wagen sich mit den Männern anzulegen oder Widerworte zu geben. Doch Bella hat da ganz andere Vorstellungen und Paco ist im ersten Moment einfach nur fassungslos. Doch genau in diesem Moment wird ihm auch klar, dass diese Frau sein Leben um einiges interessanter gestalten wird.

Wie gesagt hätte es mir mehr gefallen, wenn Bella ein bisschen mehr über ihr Studium eingegangen wäre, denn trotz Ich-Form konnte ich mich kein bisschen in sie hineinversetzen. Der Handlungsverlauf ist mal flüssig, mal abgehackt und es wird deutlich, dass eine frische Autorin am Werk ist. Dennoch finde ich, ist die Geschichte für ein Erstlingswerk gelungen. Auf Umgebungen wird allgemein sehr wenig eingegangen, die Konzentration liegt eindeutig bei den Gefühlen Bellas, was ich gut finde. Leider ist die Liebesbeziehung, meiner Meinung nach, viel zu überstürzt.

Meine Meinung:
Wenn einem vorher bewusst ist, dass dieses Buch das allererste Werk von Jaliah J. ist, kann man dieser Geschichte viel entspannter entgegen treten. Trotzdem werde ich nicht darauf Rücksicht nehmen und gerechterweise meine ehrliche Meinung kundtun. Verglichen mit "El Destino", dem zweiten Buch von Jaliah J., sehe ich hier schon mehr inhaltliche Ungereimtheiten. Ich konnte mich leider nicht in die Protagonistin Bella Punto hineinversetzen, ihre Gedankengänge sind zu sprunghaft, ihr Charakter zu platt und manchmal ist sie mir zu oberflächlich gewesen, wenn sie immer wieder beschrieb, was sie so an Kleidung trug. Außerdem war die Liebesgeschichte ziemlich überstürzt, gerade der Anfang war viel zu schnell. Danach wurde es aber besser, auch wenn mir die vielen Küsse dann doch zu viel des Guten waren. Es war alles schon fast zu schnulzig, aber auch nur fast! Rührend finde ich den Familienzusammenhalt und die enge Beziehungen zwischen Bella und ihrem Bruder Juan. Für meinen Geschmack wurden gerade das Thema Morden viel zu sehr runtergespielt. Die Gangmitglieder sind es gewohnt Waffen bei sich zu tragen und setzen oft gewollt ihr Leben aufs Spiel. Als Bella sogar zum ersten Mal wirklich mitbekommt, wie jemand erschossen wird und sie nicht das Geringste Stückchen Mitleid verspürt, ist das ein ganz schöner Schock für mich, auch wenn der Erschossene ihr Feind war. Töten und Morden - sowas kann niemals alltäglich werden, egal wie normal das bei Gangs vielleicht auch scheinen mag. Zum Inhalt selbst habe ich nicht viele negative Punkte und diese wenigen habe ich entweder schon genannt oder ich finde sie nicht erwähnenswert. Allgemein hat mir die zweite Hälfte des Buches sehr viel besser gefallen, als die erste, es wird sehr spannend, dramatisch und leidenschaftlich! Das Ende hat mir sehr gut gefallen! In solchen Dingen sind sich die meisten Frauen bestimmt einig und nein, ich verrate nichts! ;)

Fazit:
Ich vergebe 3 von 5 Punkten mit Aussicht nach oben! :)
Eine tolle spanische Liebesgeschichte! :)

Kommentare:

  1. WOW! Sehr schöne Rezension!
    Das Buch klingt interessant!

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  2. das buch klingt interessant... tolle rezi :)
    ich glaub, dass kommt auf meinem WL
    lg Alisia

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  3. Vielen Dank! :)) ♥ Jep, ist es auch. ;)

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  4. Vielen Dank für dein Kommentar :) Und danke fürs verfolgen :) Habe deinen tollen Blog auch gleich verfolgt :D
    LG, Kathi :)

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Danke für dein Kommentar! :) ♥