[Rezension] Gebannt. Unter fremdem Himmel - Veronica Rossi

Infos zum Buch:
Autor/in: Veronica Rossi
Preis: 17,95€
Seiten: 432
Originaltitel: Under the Never Sky
Verlag: Oetinger
Reihe: "Aria und Perry"-Trilogie
  1. Gebannt. Unter fremdem Himmel
  2. Getrieben. Durch ewige Nacht (erscheint ?)
  3. Geborgen. In unendlicher Weite (erscheint ?)

Klappentext:
Getrennt durch zwei Welten, geeint im Überlebenskampf, verbunden in unendlicher Liebe.

Die siebzehnjährige Aria lebt in einer Welt, die perfekter ist als die Realität. Perry kommt aus einer Wildnis, die realer ist als jede Perfektion und in der wilde Stürme das Leben bedrohen. Als Aria in seine Welt verstoßen wird, rettet Perry ihr das Leben. Trotz ihrer Fremdheit verbindet die beiden die Verzweiflung und Sorge um die, die sie lieben. Aria will ihre verschollene Mutter wiederfinden, Perry ist auf der Suche nach seinem Neffen, an dessen Entführung er sich die Schuld gibt. Aria versucht, vor Perry zu verbergen, dass ihre Gefühle ihm gegenüber sich wandeln. Doch Perry hat dies längst schon entdeckt, aber nicht nur bei Aria, auch bei sich selbst.

Cover und Buchtitel:
Der Hintergrund ist dunkelgrün und steht lässt das eisige Blau und leuchtende Grün des eigentlichen Motivs dieses Covers, noch mehr leuchten. Der Buchstabe "A" vom Wort "Gebannt" ist stark vergrößert und bildet das Zentrum. Es ist eisblau und ist mit weißem blitzartigem Feuer durchzogen. Aus dem A schießen pflanzenartige Verzierungen heraus und rechts seitlich ist der Kopf eines Mädchens abgebildet. Abgesehen von dem Mädchen, finde ich dieses Cover wirklich sehr schön. Vor allem finde ich es einfallsreich, dass das große A gleichzeitig für Aria steht. Schade wiederum ist, dass der abgebildete Kopf nicht zu Aria gehören kann, da Aria schwarze Haare hat. Somit verbindet der Kopf nichts mit der Geschichte und ist komplett sinnlos und überflüssig. Ich hätte das Cover so oder so ohne Kopf sehr viel schöner gefunden... Statt "Gebannt" hätte ich den Obertitel eher "Verbannt" genannt, aber ich denke, das hat was mit der größeren Buchstaben-Anzahl zu tun gehabt und außerdem passt "Gebannt" ebenfalls auf eine gewisse Weise. "Unter fremdem Himmel" ist ein sehr guter Titel! Er hört sich poetisch an und ist hier sogar wortwörtlich gemeint. Super!

Schreibstil und Charaktere:
"Gebannt. Unter fremdem Himmel" ist mein erstes Buch von Veronica Rossi und ich muss ehrlich zugeben, dass ich begeistert bin. Die brasilianische Autorin erschafft Charaktere, Gefühle und Stimmungen mit so einer Leichtigkeit, dass ich gar nicht mehr genug davon kriege. Veronica Rossi malt mit Wörtern. Dabei ist sie nicht aufdringlich, überladen oder gezwungen, sondern federleicht und natürlich. Es ist schwer zu erklären, wie sehr mich ihr Schreibstil beeindruckt hat. Am Anfang hatte ich sogar echte Zweifel, ob mir dieses Buch gefallen würde, da die ersten Seiten nur große Fragezeichen in mir hervorgerufen haben. Der Einstieg ist wirr und etwas abgehackt, man ist zunächst orientierungslos. Aber ich kann euch versichern: Schon im zweiten Kapitel legt sich das alles und stattdessen entwickelt sich Neugierde und großes Interesse an dieser Zukunftswelt - so war es bei mir. Die gesamte Geschichte wird abwechselnd aus Arias und Peregrines Sicht in Sie-/Er-Form und in Vergangenheit erzählt. Ich habe nebenbei auch erfreulicherweise festgestellt, dass es zwischen den Perspektivenwechsel keine internen Cliffhanger gibt. Die Geschichte ist wunderbar flüssig und angenehm zu lesen. Es gibt sogar einige Szenen, bei den ich mir gewünscht habe, dass sie noch ein paar Seiten weitergehen.

In dieser Welt leben die Menschen in Biosphären unter der Erde. Draußen würden sie aufgrund der gefährlichen Ätherströme nicht überleben. Um der eintönigen Umgebung und Langeweile zu entfliehen haben Techniker "Welten" erschaffen. Jeder Mensch besitzt ein Smarteye, mit dem er immer und überall online ist und in diese Welten gelangen kann. Die Welten sind multidimensionale, realistisch nachgestellte Online-Orte, deren Vielfalt und Möglichkeiten den Menschen fast alles ermöglichen. In dieser Welt sind die "Welten" besser als die Realität.

Aria hat schwarze Haare, graue Augen, singt wunderschön und ist eine Siedlerin. Siedler sind die Menschen, die in dem gesellschaftlichen System eingebunden sind und in den Biosphären leben. Aria ist ehrgeizig, unbeholfen und doch stark. Sie hat unentdeckte Stärken in sich und ich muss sagen, dass sie zwar nicht im ersten Moment sympathisch erschienen ist, es aber nicht lange gedauert hat.

Peregrine, kurz Perry genannt, ist groß, breitschultrig, muskulös, blond, hat hellgrüne Augen und ist ein Sinnesträger, guter Jäger und Außenseiter. Außenseiter sind die Menschen, die "oben" leben, dem gefährlichen Ätherhimmel direkt ausgesetzt, Rebellen, die nicht zu den Siedlern gehören wollen. Sinnesträger sind Außenseiter, die einen besonders stark ausgeprägten Sinn besitzen. Perry ist stark, gibt nie auf und trägt trotzdem viel Traurigkeit und Kummer mit sich herum. Er ist fest entschlossen, wenn er sich einmal entschieden hat. Perry ist mir im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen und ich muss zugeben, dass ich mich auch ein bisschen in ihn verguckt habe. ^^

Meine Meinung:
Dieser Auftakt dieser Trilogie ist der Autorin brilliant gelungen. Ich bin sofort ab dem Moment, in dem Perry zum ersten Mal ins Spiel kommt völlig "gebannt" gewesen und konnte mich ab da auch nur schwer von dieser Geschichte losreißen. Malerisch, tief und lebendig beschreibt Veronica Rossi diese Welt, die mich wirklich sehr fasziniert hat. Die Liebesgeschichte ist absolut authentisch und nicht zu schnell und ich habe sie richtig genossen. Außerdem überwiegt dieser Teil nicht die Geschichte, es besteht ein schöner Ausgleich zwischen der eigentlichen Handlung und der Liebesgeschichte. Die Handlung ist äußerst einfallsreich und der wissenschaftliche Teil (durch den Äther verursachte Degeneration, bedeutet Veränderungen in der normalen Genetik) ist ebenfalls interessant. Vor allem jedoch finde ich am schönsten, wie die Autorin Stimmungen und Sinneswahrnehmungen, Farben und Dingen zuordnet, sodass poetische und wunderschöne Metaphern entstehen. Ich finde diesen ersten Teil mehr als gelungen und bin extremst gespannt, wie es mit Aria und Perry weitergeht, zumal das Buch leider mit einem Cliffhanger endet. Wenn die Fortsetzung einen Ticken besser wird, könnte sich diese dystopische Reihe sogar zu meinen Lieblingen gesellen... :)

Fazit:
5 von 5 Punkten! :))
Eine MUST-READ Dystopie! *-*

Kommentare:

  1. Will ich auch unbedingt noch lesen!! :D
    Tolle Rezi ;)

    Liebe Grüße
    Claudia ♥

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  2. Eine tolle Rezension :) Hab das Buch auch gelesen und geliebt ;)

    LG
    Monika
    www.suechtignachbuechern.blogspot.de

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  3. @Claudia: Ja, musst du auch! :)) Total interessant und schön. :)) Dankeschön ♥

    @Monika: Dankeschön ♥ Da kann man auch nicht anders oder? ^^ Bei dem Buch... *-*

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  4. Ich lese es gerade und bin bei der Hälfte. ;)
    Mir gefällt es bis jetzt auch! :D ♥

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  5. Toll!!!
    Schon wieder eine Rezi, die ich voll unterschreiben kann. Mich hat das Buch auch total begeistert *-*
    Super geschrieben!!!

    LG
    Lilly

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  6. @Linn: Super! :) Es ist einfach wirklich gut! *-* ♥

    @Lilly: Dankeschön!!! ♥ :)) Jep, hab ich gelesen. :))

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  7. Und die Wunschliste wird länger und länger... und danke für dein Kommi Liebes :-* herzallerliebst

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  8. Oh das hört sich ja wirklich gut an, wandert gleich in meine Wunschliste :D
    LG Lynn

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  9. Hab das Buch schon seit Wochen auf meiner Wunschliste, seit ich die Leseprobe gelesen habe :D
    Deine Rezi ist echt gut geworden ;)
    Liebe Grüße :)
    Hayki

    (books-and-art.blogspot.de)

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  10. Vielen Dank an alle! :)) Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner Rezension behilflich sein. ^^

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  11. ich LIEBE dieses buch und freue mich schon so unglaublich auf den zweiten teil!

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Danke für dein Kommentar! :) ♥