[Rezension] LYING GAME - Und raus bist du - Sara Shepard

Infos zum Buch:
Autor/in: Sara Shepard
Preis: 8,99€
Seiten: 320
Originaltitel: The Lying Game 1
Verlag: Cbt
Reihe: "LYING GAME"-Tetralogie
  1. Und raus bist du
  2. Weg bist du noch lange nicht
  3. Mein Herz ist rein
  4. Wo ist nur mein Schatz geblieben?

Klappentext:
Ein Zwilling verschwindet – ein tödliches Spiel beginnt ...
Kurz vor ihrem 18. Geburtstag macht Emma via Facebook eine überraschende Entdeckung: Sie hat eine eineiige Zwillingsschwester! Doch noch bevor sie Sutton treffen kann, erhält sie die mysteriöse Nachricht, dass ihre Schwester tot ist – und sie ihre Rolle übernehmen soll. Der Beginn eines gefährlichen Lügen-Spiels: Aus Emma wird Sutton, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dabei übernimmt sie nicht nur Suttons Leben als makelloses Upperclass- Girl, die teuflischen Glamour-Freundinnen und Boyfriend Garret – sondern gerät auch in tödliche Gefahr. Denn nur der Mörder weiß, dass Emma nicht Sutton ist ...

Cover und Buchtitel:
Auf dem Cover ist auf der linken Seite ein hübsches Mädchen zur Hälfte zu sehen und rechts das gleiche Mädchen nur über Kopf. Beide werde nicht ganz gezeigt, sondern nur eine Hälfte der oberen Körper Partie. Das Mädchen hat graublaue Augen, dunkelbraune Haare und schaut ausdruckslos in die Kamera, der Hintergrund ist schwarz und die Schrift auf dem Cover ist pink glänzend. Das Cover und der Titel gefällt mir sehr, die Schnörkel verzieren das Bild nochmal, ohne dass es zu aufgeladen wirken zu lassen. "LYING GAME - Und raus bist du" ist ein toller Titel für dieses Buch. Er weckt das Interesse des Betrachters und klingt mysteriös.

Schreibstil und Charaktere:
Sara Shepard hat vor dieser Reihe schon eine sehr erfolgreiche Bestseller-Reihe namens "Pretty Little Liars" geschrieben, die später auch als eine Serie im TV ausgestrahlt wurde. Ihre Bücher sind weltweit anerkannt und da ist es nicht überraschend, dass ich etwas höhere Erwartungen an dieses Buch hatte. Die Autorin schreibt flüssig, angenehm und locker und man kann dieses Buch sehr schnell lesen. Was einen aber davon abhalten kann, ist die wenige Spannung und das langsame Dahinplätschern der Geschichte. Es wird aus der Perspektive von der toten Sutton in Ich-Form und in Vergangenheit erzählt. Sutton ist ein Geist, der bei Emma ist und nur das sieht, was Emma sieht und nur das hört, was Emma hört. Sie hat keine klaren Erinnerungen an ihr Leben, es kommen nur ab und zu gewisse schwache Gefühlsregungen in ihr auf, wenn sie etwas oder jemand bestimmtes sieht. Gleichzeitig weiß Sutton aber, was Emma denkt und fühlt, sodass Sutton auch aus der Perspektive von Emma in der Sie/Er-Form erzählt. Sutton kann Emma nicht kontaktieren und Emma weiß auch nicht, dass Sutton als Geist bei ihr ist. Es ist also alles ziemlich kompliziert aufgebaut und der Leser kann schnell mal die beiden Perspektiven untereinander vermischen. Der Anfang hat sich gezogen, aber als Emma zu Sutton reist und von einer unbekannten Person die Nachrichtricht erhält, dass Sutton tot sei und Emma ihre Rolle übernehmen müsse, wenn sie nicht so enden wolle wie Sutton, wird die Geschichte wieder aufregender. Emma ist also gezwungen Suttons Leben zu übernehmen. Ab da wird es interessanter und als Leser horcht man auf.

Emma Paxton ein nettes Mädchen, das viel durchgemacht hat. Als Kind von der Mutter bei einer Kindergartenfreundin "ausgesetzt" verbringt sie ihr Leben damit, von einer Pflegefamilie in die nächste zu ziehen. Sie kann sich an ihre Mutter Becky erinnern und hat keine Ahnung wo sie sein könnte. Das will sie auch gar nicht wissen, schließlich hat ihre Mutter sie ausgesetzt. Emma wünscht sich viel mehr richtige Eltern, die sie bedingungslos lieben und vielleicht noch Geschwister, mit denen sie sich liebevoll streiten und ärgern kann. Was war daran zu viel verlangt? Als Emma ein seriöses Video sieht, auf dem ein Doppelgänger von ihr mit einer Kette erwürgt wird, googelt Emma diesen Namen: "SuttonInAZ". Sie wird fündig und klickt auf ein Facebook-Profil, auf dem ein Mädchen namens Sutton Mercer und dem exakt gleichen Aussehen wie Emma vermerkt ist. Emma kann sich das nicht erklären und kontaktiert sie. Kurz darauf ist Emma auch schon auf dem Weg zu ihrer verschollenen Zwillingsschwester, nur um herauszufinden, dass Sutton tot ist und sie ihre Rolle übernehmen soll.

Sutton Mercer hat ein Leben, um das sie jedes andere Mädchen beneiden würde. Sie bekommt alles, was sie will, ist beliebt und reich. Ihre Familie ist nett und Emma fühlt sich wie in diesen Frühstückswerbungen, bei denen eine ausnahmslos attraktive Familie breit lächelnd Cornflakes isst. Sutton kann sich nicht erinnern, wie sie ermordet wurde, nur dass sie tot ist. Es tut ihr weh, wenn sogar ihr Freund Garret sie nicht von ihrer Zwillingsschwester unterscheiden kann, doch sie kann nichts tun. Emma ist schon bald klar, dass Sutton ein Risiko-liebendes Party-Girl ist, die Anführerin ihrer Clique, die ein gewisses Lying Game spielt. Dieses Lying Game besteht darin andere Leute sehr realistisch reinzulegen und ihnen einen fiesen Schrecken einzujagen. Emma hätte nie gedacht, dass diese Mädchen so weit gehen würden und das nur aus Spaß...

Meine Meinung:
Der Schreibstil war gut, zwar nicht übermäßig besonders, aber flüssig. Was mich gestört hat, war diese Perspektive von Sutton, die aber auch irgendwie gleichzeitig die von Emma ist. Ich hätte mich besser in Emma hineinversetzen können, wenn einfach nur Emma aus ihrer Sicht erzählt hätte, zumal Suttons Kommentare meist vollkommen überflüssig sind. Die Stellen an denen Sutton plötzlich doch eine Erinnerung überflutet, hätte die Autorin in ein eigenes Kapitel fassen können. Wie dem auch sei, mir hat die Story ganz gut gefallen, obwohl ich schon finde, dass sich viel Stellen gezogen haben. Was mich aber die ganze Zeit dranbleiben ließ war, dass ich unbedingt wissen wollte wer Sutton ermordet hat und was Emma mit Suttons Freund Garret macht und nicht zu vergessen auch mit dem geheimnisvollen Ethan. Das Lying Game ist ein grausames Spiel, bei dem ich mich frage, wie krank man sein muss, um so etwas als ein offizielles Spiel anzusehen und es regelmäßig zu "spielen". Diese Freundinnen von Sutton, haben mir teilsweise echt Angst gemacht und ich vermutete, dass jemand aus der Clique Sutton ermordet hat. Doch dann werden alle Tatsachen nochmal verdreht und ich muss mit meinen Vermutungen noch mal von vorn beginnen. Der Leser wird oft auf die falsche Fährte gelockt, was die Spannung wieder steigen lässt. Der Auftakt dieser Serie hat mir insgesamt also ganz gut gefallen. :)

Fazit:
Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten! :)

Kommentare:

  1. Ich finde das Cover auch toll... aber das Buch interessiert mich leider nicht so dolle.. vielleicht überlege ich es mir... wenn ich wieder in eine Thriller bzw. Krimiphase komme...
    naja egal liebe Grüße Christine

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  2. Haha :D Ja, ich hab auch immer solche Thrillerphasen.^^

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  3. Hört sich sehr spannend an. Werde ich mir mal merken. :) Danke für die Rezi!

    LG
    Lilly

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  4. Danke für dein liebes Kommentar! :)

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Danke für dein Kommentar! :) ♥