[Rezension] Die Stadt der verschwundenen Kinder - Caragh O'Brien

Infos zum Buch:
Autor/in: Caragh O'Brien
Preis: 16,99€
Seiten: 464
Verlag: Heyne
Originaltitel: Birthmarked
Reihe: "Birthmarked"-Trilogie
  1. Die Stadt der verschwundenen Kinder
  2. Das Land der verlorenen Träume
  3. Der Weg der gefallenen Sterne

Klappentext:
Sag mir, wo die Kinder sind
Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Cover und Buchtitel:
Auf dem Cover ist zwei mal das gleiche Gesicht eines Mädchens von der Seite zu sehen. Sie würde zur Protagonistin passen, deren eine Gesichtshälfte von einer großen Brandnarbe entstellt ist. Um die Gesichter schwebt ein heller Rauch und der Hintergrund ist dunkelblau. Die einzelnen grauen Punkte sind über das ganze Cover verteilt und stehen wahrscheinlich für Sommersprossen und vielleicht auch für Sterne, wegen des dunkelblauen Hintergrundes. Ich finde das Cover wunderschön und passend zur Geschichte gewählt. Sehr gelungen finde ich auch die eigentümliche Schriftart des Titels. Sie ist unscheinbar, aber trotzdem irgendwie besonders. Der Titel gefällt mir, auch wenn mir ein etwas kürzerer mehr zugesagt hätte. Doch das Cover sorgt so oder so schon für ausreichende Aufmerksamkeit. Auch ohne Schutzumschlag wunderschön, denn der Buchumschlag ist dunkelblau-metallic-glitzernd; super schön!

Schreibstil und Charaktere:
Caragh O'Brien zieht mit dieser Dystopie ihre Leser von Anfang an in den Bann. Auch wenn es zuerst etwas ruhig zugeht, kommen dem Leser schon viele Fragen auf, denn die Geschichte fängt mitten in einer Handlung an; Gaia vollführt gerade ihre allererste Geburtenhilfe alleine. Die Autorin schreibt wundervoll; angenehm, emotional und spannend. Während des Lesens habe ich die steigende Spannung praktisch gespürt, es ist wirklich beeindruckend, wie gleichmäßig und perfekt die Geschichte anfängt spannend zu werden. Die Story wird aus Gaias Sicht in Vergangenheit und in Er/Sie-Form erzählt. Trotz der Sie-Form konnte ich mich gut in Gaia hineinversetzen, wofür der fantastische Schreibstil von Caragh O'Brien gesorgt hat. Ich hatte das Buch sehr schnell durch, nach einiger Zeit konnte ich gar nicht mehr auffhören zu lesen.

Gaia Stone ahnt nicht, was ihr für Erfahrungen und Abenteuer bevorstehen, als sie den Säugling bei der Mauer an die Enklave abgibt. Eigentlich ist dies etwas, was sie feiern sollte, denn es ist ihre allererste Geburtenhilfe, bei der sie ganz allein Hebamme war. Doch dann kehrt sie nach Hause zurück und stellt fest, dass ihre Eltern verhaftet wurden! Dabei lernt sie den geheimnisvollen und irgendwie seltsamen Sergeant Grey kennen, der sie danach ausfragt, ob ihre Eltern irgendeine Liste mit Namen oder ein Verzeichnis von den Säuglingen versteckt halten. Gaia weiß von nichts und als er sie dann wieder verläßt (nicht ohne Gaia ein komisches Gefühl in der Magengegend zu hinterlassen) und Tage vergehen ohne das Gaias Eltern wiederkehren, macht sie sich große Sorgen. Was haben ihre Eltern getan, um von der Enklave "befragt" werden zu müssen?

Sergeant Grey hat hellblaue Augen, einen kurzen Militärhaarschnitt und eine höfliche aber dennoch direkte Art und Weise mit anderen umzugehen. Gaia merkt gleich, dass etwas an ihm seltsam ist, er scheint irgendetwas mit sich herumzutragen und zugleich verunsichert sie sein überaus aufmerksamer und offener Blick, mit dem er sie eingehend betrachtet.

Gaia muss eine lebenslange Bürde auf sich nehmen, denn ihre eine Gesichtshälfte ist mit einer großen Brandnarbe verunstaltet. Täglich kämpft sie mit den unverschämt neugierigen Blicken der Leute, hört die immer gleichen Fragen: "Was ist mit deinem Gesicht passiert?" Dabei kann sie sich selbst gar nicht an den Unfall erinnern... Gaia hat einen sehr starken Charakter, sie hat Rückgrat, ist nicht auf den Mund gefallen und mutig. Von klein auf wollte sie schon Hebamme werden, genau wie ihre Mutter. Als Hebamme im dritten Sektor, genau wie in allen anderen Sektoren, hat man die Pflicht die Babyquote einzuhalten und eine bestimmte Anzahl von Babys an die Enklave abzugeben. Wie es jenseits der Mauer aussieht, weiß Gaia nicht; sie weiß lediglich, dass es den Leuten dort weitaus besser geht, als den Menschen im dritten Sektor. Bald wird Gaia auch klar, dass sie hinter die Mauer gelangen muss, um endlich herauszufinden, was mit ihren Eltern passiert ist...

Meine Meinung:
Ich war echt darauf gespannt, wie diese Dystopie sein wird und kann dieser Geschichte nur mit Begeisterung entgegenkommen! Ich liebe den Schreibstil von Caragh O'Brien, die Charaktere, die allesamt Tiefe besaßen, Gaia und einfach die ganze Story. Es gab zwischendurch überraschende Wendungen und ebenfalls ein Rätsel, was mir super gefallen hat. Der Plot ist auf jeden Fall originell und spannend, denn die Leser fragen sich, wie es zu so einer Machtordnung und zu so einem System kommen konnte. Diese Fragen werden zwar noch nicht ganz beantwortet, aber ich denke Caragh O'Brien hat erstmal mit diesem Buch den Grundsatz der eigentlichen Handlung gesetzt. Das phänomenale Ende ist sehr offen und ich bin schon mehr als gespannt auf die Fortsetzung! Nebenbei lernt man auch ein paar nützliche Dinge über Babys und Geburten. Zuletzt muss ich noch einmal auf Gaia eingehen, denn sie ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte ihr Handlungen und Gedanken in vielen Situationen sehr gut nachvollziehen und mir gefällt ihr Charakter. Auch finde ich die Liebesgeschichte, die sich später anbahnt, total schön und realistisch dargestellt, vor allem da es endlich mal nicht erst nur um das Äußere geht. Suuuuper!

Fazit:
5 von 5 Punkten! :))
Originell, spannend und genial! Absolut empfehlenswert! :)

Kommentare:

  1. Ja, Manga. :D Ich habe diesen Monat wieder richtig Lust drauf welche zu lesen wie man sieht. *hüpf*

    Ich sehe gerade, dass du "Boyfriend" liest, hatte es heute schon mehrmals in der Hand. Wie ist es?

    Liebe Grüße
    Sarah

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  2. JA, ich auch!! :D Hatte in meinen letzten Neuzugängen insgesamt 10 neue Mangas dabei. :) Hab "Boyfriend" schon durch und es ist ganz niedlich. ^.^ Aber so richtig spannend und so ist es nicht, ich hoffe Band 2 und 3 steigern die Sache noch. :)

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  3. Ich hab das Buch noch nicht gelesen, aber nach deiner Rezension werd ich das auf jeden Fall noch machen ! :)

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  4. Das Cover ist ja mal hammerschön! ♥

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  5. Würde mich freuen, wenn du mir sagst wie die Reihe so ist, wenn du mehr gelesen hast :))

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  6. Ich fand es auch total toll! Der 2. Band liegt schon bereit :)

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  7. Jaa, das Cover ist bezaubernd!! *-* ♥

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  8. Tolle Rezi!
    Gut, dass das Buch auf meiner WL steht, hört sich echt super an. Freue mich schon voll drauf.

    LG
    Lilly

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  9. Schöne Rezi :). Ich liebe das Buch auch und freue mich bald Teil 2 zu lesen. Gaia ist einfach so tapfer und bin gespannt wie die Reihe weitergeht!

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  10. Danke! ♥ :)) Ja, ich bin auch total gespannt!

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Danke für dein Kommentar! :) ♥