[Rezension] Cassia & Ky-Die Auswahl - Ally Condie


Infos zum Buch:
Autor/in: Ally Condie
Preis: 16,95€
Seiten: 452
Verlag: Fischer FJB
Originaltitel: Matched #1
Reihe: "Cassia & Ky"-Trilogie
  1. Die Auswahl
  2. Die Flucht
  3. Die Ankunft

Klappentext:
Das System sagt, wen du lieben sollst – was sagt dein Herz?
»Ich stehe da und starre auf den Bildschirm und während die Sekunden verrinnen, kann ich nichts anderes tun, als stillzuhalten und zu lächeln. Um mich herum begannen die Leute zu tuscheln. Mein Herz klopft stärker denn je. Der Bildschirm ist und bleibt dunkel. Das kann nur Eines bedeuten ...«
Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?

Cover und Buchtitel:
Ich bin ein absoluter Fan von Dystopien (sind Geschichten, die in einer fiktiven Gesellschaften spielen, die sich zum Negativen entwickelt haben)! Und als ich von diesem Buch Wind bekam, musste ich es praktisch sofort haben. (Es geht mir eigentlich immer so mit neuen und vielversprechenden Büchern, auch "Buchkaufsucht" genannt).
Dann kam es endlich an, ich hab es mir auf englisch gekauft ('Matched'), damit ich später auf die folgenden nicht mehr so lange warten muss und es noch dazu billiger war. Außerdem war das Cover im Englischen viel schöner. Mir gefällt das Weiß-Grün des ganzen Bildes. Der Titel hat es mir auch angetan, da man nicht sofort erschließen kann, worum es geht. Dadurch ist man "gezwungen" den Klappentext zu lesen und der ist ja allererste Sahne. Geschickt eingefädelt, das Ganze. ;)

Schreibstil und Charaktere:
Ich habe es nach wenigen Stunden durch gehabt und kann mich irgendwie nicht ganz der großen Mehrheit anschließen. Das Buch ist aus der Sichtweise von Cassia geschrieben und mir gefällt die Ich-Form am besten. Die Schreibweise (Präsens, irgendwie abgehackt) ist recht gewöhnungsbedürftig und man merkt (jedenfalls ist das bei mir so gewesen), dass das Buch von einer neu eingestiegenen Autorin geschrieben wurde. Also es war etwas ungewohnt.

Die einzelnen Charaktere sind nach meinem Geschmack zu oberflächlich beschrieben, was nicht unbedingt bei jedem schlecht sein muss. Manchmal hat dieser Effekt auch ein Gutes, indem der Leser mehr Freiraum hat sich die Personen selber auszudenken und sie sich zu eigen machen kann.
Mein Lieblingscharakter ist Xander, weil er trotz der Tatsache, dass er sehr in Cassia verliebt ist, Cassia aber später nicht in ihn, sondern in Ky (der myteriöse Junge auf dem Bildschirm), zu ihr hält und seinen eigenen (und ich denke mal ziemlich großen) Schmerz in den Hintergrund stellt, um Cassia zu helfen. Ich finde das so unglaublich stark und es ist so viel Liebe in diesem Verhalten. Ky ist dagegen noch ziemlich geheimnisvoll und gerade deshalb macht es ihn so interessant.

*Dystopien*:
Der wesentliche Grund, weshalb ich Dystopien liebe ist, dass die Geschichten, die sich dort abspielen gar nicht mal so abwegig sind. Keiner kann behaupten, dass die Welt sich nicht irgendwann so enwickeln könnte. Ich finde generell Bücher, die zum Nachdenken anregen (und manchmal auch zwingen) einfach toll. Sie sind meistens schockierend, schrecklich und einfach schlimm, wenn man daran denkt, dass sie durchaus real werden könnten. Der Großteil solcher Bücher endet jedoch damit, dass die Menschen wieder Hoffnung schöpfen und es ein gutes Ende nimmt.

Meine Meinung:
Die Dystopie an sich ist unglaublich schön, nicht so, dass ich es gut fände, wenn sich die Welt eines Tages so entwickeln würde, sondern die ganze Idee. Jemand der so etwas in seiner Fantasie kreiert hat, wird es definitiv irgendwann weit bringen. Mir hat da einfach nur diese Leidenschaft gefehlt, die in den Worten lungern müsste. Aber sie war da, zwar nur im Hintergrund und nicht direkt, sondern tief im Innern. Das ist ziemlich schwer zu erklären. Aber ich hab einen guten Vergleich:
Die leisen Töne eines Orchesters werden zum Ende des Buches hin lauter, aber es kommt nur indirekt zu einem Höhepunkt - ein beginnendes Crescendo.
Ich wollte euch nochmal das englische Cover zeigen, was mir besser gefällt, als das deutsche:

Die Idee hinter dem ganzen Buch ist wie gesagt fantastisch, jedoch hat die Autorin es meiner Meinung nach, nicht optimal umgesetzt. Dennoch ist es in keinster Weise schlecht oder ein Fehlkauf! Ich freue mich nach wie vor sehr auf die Fortsetzung und habe das Gefühl, dass es erst mit dem zweiten Band (Erscheinungsdatum: 1. Nov. in Englisch) richtig losgeht mit der Geschichte! :)

Fazit:
3 von 5 Punkten! :)
Sollte man gelesen haben - Leseempfehlung. ;)

[Rezension] Bevor ich sterbe - Jenny Downham


Infos zum Buch:
Autor/in: Jenny Downham
Preis: 8,95€
Seiten: 316
Verlag: Cbt

Klappentext:
"Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirb: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun...
Und dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt?"

Cover und Buchtitel:
Das Cover und der Buchtitel haben mich im Buchladen direkt angesprochen und ich musste es praktisch haben. Was zum Glück auch keines Wegs zum Fehlgriff geführt hat.

Schreibstil und Charaktere:
Das Buch hat mich sehr berührt und auch wenn man sich so eine Situation gar nicht wirklich vorstellen kann, konnte ich es wenigstens für kurze Zeit etwas verstehen, da es in der Ich-Form geschrieben ist. Mir haben die Charaktere alle gut gefallen, denn Jenny Downham hat einen sehr guten Schreibstil, am meisten jedoch mochte ich von ihnen Cal, der kleine Bruder von Tessa. Da ich auch eine große Schwester bin, habe ich ihn schon nach kurzer Zeit gemocht. Auch die Geschichte an sich ist sehr gelungen und am Ende kann man ruhig mal ein paar Tränchen vergießen.

Adam spielt eine wichtige Rolle in Tessa's Leben. Da ich nicht zu viel verraten möchte, kann ich nicht sehr viel verraten. Tessa und Adam verbindet etwas starkes und gerade gegen Ende des Buches merkt man wie stark. Am Anfang des Buches kennen sie sich noch nicht und man denkt am Anfang, dass die Beziehung zwischen ihnen doch etwas unspektakulär ist. Aber nach und nach, wird das Band, das sie verbindet immer stärker. Was dann das Ende des Buches umso trauriger macht.

Meine Meinung:
Was mich auch sehr angesprochen hat, war Tessa's Liste, mit Dingen, die sie unbedingt noch tun wollte, bevor sie starb. Zudem beschreibt Jenny Tessa's Gefühle und Gedanken in verschiedenen Momenten sehr schön, sodass Tessa als die Hauptprotagonistin sehr viel Charakter bekommt. Es ist ein trauriges Buch, keine Frage, dennoch ist es sehr schön und Tessa weiß sich auch oft humorvoll auszudrücken.

Bei solchen Büchern mit ähnlicher Thematik merkt man erst, wie unwichtig materielle Sachen sind und dass man seine Zeit nie mit sowas vergeuden sollte, denn es geht um viel wichtigere Dinge, z.B. wem man alles, auch wenn es nur für ein paar Sekunden war, das Leben berreichert hat, was für Gefühle man kennengelernt hat in neuen Erfahrungen, die man gemacht hat... Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Fazit:
4 von 5 Punkten! :)
Tolles Buch, empfehlenswert. :)